12Dec 2019
10:15

Seminar für Medienwissenschaft
Kollegienhaus, Petersplatz 1, Hörsaal 001

Abschiedsvorlesung

Zur Aufklärungs- und Integrationsfunktion des Service public / Qualitätsjournalismus am Beispiel «Fake News»

Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Klaus Neumann-Braun

Fake News sind in aller Munde. Bei den Politikern, den Journalisten, den Medienmachern*innen auf der einen, bei uns Lesern, Hörern, Zuschauern und auch Eltern auf der anderen Seite. Aber was wird eigentlich alles unter dem Begriff Fake News/ Falschmeldung gefasst?  Nur schlampig hergestellte Artikel oder auch gezielte strategisch eingesetzte Lügen? Praktiziert im privaten Kreis oder auch/ nur in der Arena der Öffentlichkeit? Und gab es Falschmeldungen schon immer seit es Nachrichten gibt oder sind diese geschichtlich gesehen ganz neu? Und hängen sie im Besonderen mit dem Internet zusammen? Ohne Netz keine Fake News? Der Vortrag zeichnet den Werdegang der Fake News nach und untersucht deren aktuelle Erfolgsgeschichte. Warum haben Fake News heute ein so leichtes Spiel? Dabei ist nicht allein die Grundunterscheidung Wahrheit vs. Unwahrheit leitend, die ja insbesondere den Journalismus und die öffentliche Meinung interessiert. Es geht in den Ausführungen vielmehr auch um die sozialwissenschaftliche Perspektive, die insbesondere fragt, welche Folgen Fake News für unser politisches Handeln, für die Entwicklung der politischen Haltung von Kindern und Jugendlichen (Stichwort Sozialisation) sowie ganz allgemein für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft haben. Hier liegt die Annahme auf der Hand, dass Fake News einer auf Vertrauen und Gemeinwohlorientierung setzenden Gesellschaft/ Gemeinschaft nicht gerade guttun, man könnte gar von dem ‘Gift’ Fake News sprechen, was die Frage aufwirft, was ‘Gegengifte’ sind bzw. sein könnten: Was kann der Einzelne gegen Fake News tun (Stichwort Checklisten), was ein Medium, was die Gesellschaft? Auch diese Fragen sollen in dem Vortrag gestellt und beantwortet werden.

Die Abschiedsvorlesung findet im Rahmen der Vorlesung Medien-Kommunikation-Gesellschaft, Schwerpunkt «Zukunft des Service Public» statt.
Interessierte sind herzlich eingeladen.


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