Ästhetik

Der Forschungsschwerpunkt Ästhetik ist unmittelbar mit dem universitären Schwerpunkt Bildwissenschaft der Universität Basel verbunden. Er konstituiert sich auf drei organisatorischen Ebenen:

Individuelle Forschungsansätze

Die Professur für Medienästhetik am Seminar für Medienwissenschaft wie auch die Schaulager-Professur für Kunsttheorie am Kunsthistorischen Seminar sind eigens für die ästhetische Forschung eingerichtet worden. Unter den weiteren Disziplinen sind es hauptsächlich die Literaturwissenschaften, die Altertumswissenschaften, die Musikwissenschaft und die Philosophie, die im Bereich Ästhetik forschen, Geschichtswissenschaften und Ethnologie grenzen an. Die Musikwissenschaft untersucht vor allem die historische Ästhetik und schlägt eine Brücke zwischen Aisthetik und Ästhetik. In der Philosophie besitzt die philosophische Ästhetik einen sichtbaren Ort, insbesondere im Blick auf die Musikphilosophie, die Landschaftsästhetik und das Verhältnis von Philosophie und Literatur. Die Geschichtswissenschaft mit ihrer kulturhistorischen Ausrichtung schliesslich greift ebenso wie die Kulturanthropologie und die Ethnologie immer wieder auf die ästhetische Dimension des Kulturellen aus.

Grössere wissenschaftliche Forschungsprojekte

In den Literaturwissenschaften setzen sich mehrere Projekte mit dem Ursprung der Ästhetik im 18. Jahrhundert, mit der Geschichte der Ästhetik sowie – in transdisziplinärer Perspektive – mit verschiedensten Aspekten und Problemen der Ästhetik im Hinblick auf das Zusammenspiel der Künste auseinander. In der Musikwissenschaft laufen SNF-Projekte zur Konzeptualisierung der musikalischen Form in Musiktheorie und Musikästhetik sowie zu Musik und Gender. Im Departement Künste, Medien, Philosophie wurde ein Gender Fellowship mit dem Schwerpunkt Philosophische Ästhetik eingerichtet, das Anliegen der Chancengleichheit und des Schwerpunktes Ästhetik vereint und qualifizierte auswärtige Nachwuchswissenschaftlerinnen an Basel bindet.

Transdisziplinäre Strukturen

Inneruniversitär besteht seit einigen Jahren eine Arbeitsgruppe zur philosophischen Ästhetik, an der Vertreter und Vertreterinnen der Literaturwissenschaft, der Kunstgeschichte und der Philosophie kontinuierlich beteiligt sind. Jüngst wurde von der Philosophie (Prof. Dr. Gunnar Hindrichs), der Musikwissenschaft (Prof. Dr. Matthias Schmidt) und der Musiktheorie der Schola Cantorum Basiliensis (Prof. Dr. Johannes Menke) das «Basler Forum für Musikästhetik» gegründet. Es verbindet Universität und Musikakademie sowie verschiedene Fachperspektiven auf eine im deutschen Sprachraum bislang nicht vorhandene Weise.