Digital Humanities

Die Digitalisierung bringt vielfältige Herausforderungen und Chancen für die geisteswissenschaftliche Forschung mit sich. Auf diese antwortet das Digital Humanities Lab (DHLab), das der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel angegliedert ist. Es ist auf die spezifischen Potentiale und Anwendungsfelder im Überschneidungsbereich von naturwissenschaftlich-technischem und geisteswissenschaftlichem Wissen orientiert, was sich in der starken fakultätsübergreifenden Ausrichtung manifestiert. Seit 2001 bildet das DHLab (ehemals Imaging & Media Lab) die zentrale Schnittstelle von Informations-/Computertechnik und geisteswissenschaftlichem Wissen sowie deren Anwendungen. Das interdisziplinär ausgerichtete Team ist dabei massgebend bei der Verwendung von Technologien, Ansätzen und Methoden zur Bearbeitung von digitalen Projekt- und Forschungsdaten beteiligt. Ziel ist es, Inhalte digitaler Quellen für die geisteswissenschaftliche Forschung verfügbar zu machen und zu vernetzen, digitale Daten zu generieren und die Daten schliesslich auch nachhaltig zu archivieren.

Forschungs- und Anwendungsbereiche

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von neuen digitalen Werkzeugen sowie die Bewertung der Implikationen der Digitalisierung für Forschung und Forschungsergebnisse in einem reflexiven und interdisziplinären Diskurs. Auf folgende Bereiche ist das DHLab spezialisiert:

  • Digital Imaging, Computational Photography
  • Bildverarbeitung und -restaurierung
  • Beratung und Projektbegleitung bei der Digitalisierung von Bild-, Ton- und Filmbeständen
  • Digitale Literaturanalyse
  • Digitale Archivierung und Bereitstellen von Forschungsdaten
  • Digitale Infrastrukturen (Virtual Research Environments)

Das DHLab betreibt umfangreiche Forschung, Dienstleistung und Lehre in Digital Humanities, wobei diese Bereiche so weit wie möglich synergetisch verknüpft werden.

Eine zentrale Rolle spielt das ans DHLab angegliederte Data and Service Center for the Humanities (DaSCH). Es stellt den Erhalt der Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften und deren langfristige Datenkuration sicher. Das DaSCH ist eine Einrichtung der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAHSS), die vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) finanziert wird. Es ist auch Teil des Data Life-Cycle Managment (DLCM) Project (finanziert durch das swissuniversities P5 Programm «Scientific Information»). Es ist bei re3data.org registriert.

Das DHLab fördert offene Standards wie das International Image Interoperability Framework (IIIF) oder JSON-LD. Es ist ausserdem beteiligt am interuniversitären Projekt NIE–INE zum Aufbau einer nationalen Infrastruktur für Editionen.