Interphilologie

Am Forschungsschwerpunkt Interphilologie sind alle Fachbereiche des Departements Sprach- und Literaturwissenschaften der Universität Basel beteiligt. Die Interphilologie ist als Ausdruck seiner transversalen Dimension in Forschung und Lehre ein Kernanliegen des Departements. Der Terminus bezeichnet in der Literaturwissenschaft die komparatistische resp. weltliterarische, in der Linguistik die kontrastive Betrachtungsweise; in beiden Teildisziplinen die im weitesten Sinne interdisziplinäre Perspektive, die mehrere Philologien bzw. theoretische Fragestellungen in den Blick nimmt, die von allgemein-philologischer Relevanz sind, und auch andere Medien in die kulturwissenschaftliche Analyse mit einbezieht. Unabdingbare Voraussetzung hierfür ist die Diversität der europäischen Sprachen und Kulturen des Departements.

Da es in Basel vielfältige Sprachfächer gibt, bemüht sich das Departement in der interphilologischen Forschung um intensive Zusammenarbeit, Interdisziplinarität und Profilbildung innerhalb der Schweiz. So etwa in der interaktionalen Linguistik/Kommunikationsanalyse, der kulturwissenschaftlichen Literaturwissenschaft (Raumstudien, Wissenskulturen), der Achse Literatur und Naturwissenschaft, der Literaturästhetik und dem Zusammenspiel der Künste und Medien oder den Postcolonial Studies.

Die Interphilologie erscheint in speziell ausgewiesenen interphilologischen Modulen auch in der Lehre aller BA- und MA-Fächer im Departement, in den MA-Studiengängen Sprache und Kommunikation und Literaturwissenschaft, in der Graduiertenausbildung im Rahmen des Doktoratsprogramms Literaturwissenschaft sowie der Hermann Paul School of Linguistics (HPSL) und in der Organisation von interphilologischen Ringvorlesungen.

Diese interphilologischen Bemühungen resultieren in einer besseren Vernetzung der Disziplinen und einer grösseren Sichtbarkeit der Basler Philologien, die auch eine ausgezeichnete internationale Vernetzung und Ausstrahlung aufweisen können. Darüber hinaus wird ein grosser Wert auf kulturelle Präsenz in Basel und der Oberrheinregion gelegt.