Allgemeine Fragen zum Doktorat und zur neuen Promotionsordnung

Für wen gilt die neue Promotionsordnung?

Die neue Promotionsordnung der Philosophisch-Historischen Fakultät (vom 2. März 2017) tritt zum 1. August 2017 in Kraft. Sie gilt für alle Doktorierenden, die an der Phil.-Hist. Fakultät der Universität Basel zum HS 2017 oder später zum Doktorat zugelassen werden. Alle Doktorierenden, die ihr Doktorat vor dem 1. August 2017 nach der Promotionsordnung vom 25. November 2010 begonnen haben, werden in die neue Ordnung überführt. Doktorierende, die gemäss der alten Promotionsordnung vom 19. Mai 1988 promovieren, können ihr Doktorat bis Ende Herbstsemester 2019 abschliessen. Ein Übertritt in die neue Promotionsordnung (vom 2. März 2017) ist für sie nicht möglich.


Wie ist die Doktoratsausbildung aufgebaut?

Die Doktoratsausbildung besteht aus der Dissertation, einem Bildungsangebot und dem Doktoratsexamen. Das Bildungsangebot (curricularer Teil) umfasst im individuellen Doktorat mind. 12 KP, in den Doktoratsprogrammen mind. 18 KP. Mindestens zwei Drittel der zu erwerbenden Kreditpunkte müssen aus dem fachlich-methodischen Bereich stammen; max. ein Drittel kann im Bereich transversale Kompetenzen erworben werden (siehe Merkblatt zur Doktoratsvereinbarung [LINK]). Der genaue Aufbau des zu besuchenden Bildungsangebots wird zwischen dem Erstbetreuenden und der Doktorandin bzw. dem Doktoranden vereinbart und im Individuellen Studienplan festgelegt und dokumentiert. Das Bildungsangebot sollte möglichst über die Ausbildungsdauer verteilt und möglichst in Form verschiedener Arten von Leistungen absolviert werden.

Die Curricula der Doktoratsprogramme und Graduiertenschulen werden in ergänzenden Regelungen festgelegt.

Im ersten Semester muss eine Doktoratsvereinbarung [ D [PDF (153 KB)] / E [PDF (166 KB)] ] abgeschlossen und innerhalb von 12 Monaten ein Doktoratskomitee benannt werden. Es finden regelmässig Betreuungsgespräche zwischen Betreuungsperson(en) und Promovierenden statt, die dokumentiert werden müssen.

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Zulassung

Wie beantrage ich die Zulassung zum Doktorat?

Die Zulassung zum Doktorat beantragen Sie beim Studiensekretariat. Offizielle Anmeldefristen sind für das Frühjahrsemester der 5. Januar und für das Herbstsemester der 31. Juli. Das Anmeldeformular finden Sie hier (LINK).

Bitte beachten Sie, dass Sie die Anforderungen an die Mindestnote (5.0) und den Studienabschluss gemäss § 4 der Promotionsordnung erfüllen. Zusätzlich zum Anmeldeformular müssen folgende Unterlagen im Bewerbungsdossier vorhanden sein:

Antrag des Erstbetreuenden um Betreuungsübernahme ( D [PDF (161 KB)] / E [PDF (160 KB)] ). Angaben darüber, welche Personen als ErstbetreuerInnen fungieren können, finden Sie untenstehend im Abschnitt „Doktoratskomitee“

Exposé zum Promotionsprojekt (1–3 Seiten)

Erklärung über die zeitliche Verfügbarkeit (formloses Schreiben, in welchem erläutert wird, in welchem Umfang am Doktorat gearbeitet wird, und ob parallel dazu eine Erwerbstätigkeit besteht, und in welchem Zeitraum geplant wird, das Promotionsprojekt abzuschliessen).

Abschlusszeugnisse

Lebenslauf

Kopie Pass/ID


Welche Zulassungsbedingungen muss ich bei der Zulassung zum Promotionsstudium erfüllen?

Die Zulassung zur Doktoratsausbildung setzt einen Masterabschluss in einem zum gewünschten Promotionsfach verwandten Masterstudienfach/-studiengang voraus. Der Abschluss muss einen Notendurchschnitt von mindestens 5,0 / auf einen Zehntel gerundet aufweisen (Schweizerisches Notensystem 1–6, 6 = max. / 4 = pass). Zur Berechnung des Notendurchschnitts bei Masterabschlüssen der Universität Basel gilt folgende Formel: 2 x Note der Masterarbeit + 1 x Note Masterprüfung 1 + 1 x Note Masterprüfung 2 geteilt durch 4. Das Resultat muss ≥ 4,95 sein, damit die Voraussetzung erfüllt ist. Andere Studienabschlüsse einer von der Universität Basel anerkannten Hochschule können ganz oder teilweise als äquivalent anerkannt werden, gegebenenfalls mit der Auflage, Studienleistungen nachzuholen. Abschlüsse der universitären Weiterbildung (z. B. Master of Advanced Studies) berechtigen nicht zur Zulassung zum Doktorat.


Wo beantrage ich die Aufnahme in ein Doktoratsprogramm?

Die Aufnahme in ein Doktoratsprogramm setzt zunächst die erfolgreiche Zulassung zum Doktorat an der Phil.-Hist. Fakultät der Universität Basel voraus. Danach können Sie sich beim Leitungsgremium des Doktoratsprogramms um Aufnahme bewerben. Weitere Informationen finden Sie auf den Websites der Doktoratsprogramme (Link).

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Betreuung, Doktoratskomitee

Was ist ein Doktoratskomitee? 

Jedes Doktorat wird von einem Doktoratskomitee begleitet (§ 11). Das Doktoratskomitee besteht aus der/dem Erstbetreuer/in und der/dem Zweitbetreuer/in und allenfalls aus einer/m Drittbetreuer/in.

Die/Der Erstbetreuer/in ist hauptverantwortlich für die korrekte Durchführung der Dissertation und gibt der/dem Promovierenden regelmässige Rückmeldungen zu Qualität und Fortschritt der Forschungsarbeit. Sie muss eine angemessene Betreuung gewährleisten. Alle Mitglieder des Doktoratskomitees verfassen je ein unabhängiges und benotetes Gutachten über die eingereichte Dissertation.


Bis wann muss ich mein Doktoratskomitee benennen?

Die Erstbetreuungsperson muss bereits bei der Beantragung der Zulassung zum Doktoratsstudium an der Phil.-Hist. Fakultät benannt werden. Die weiteren Betreuungspersonen des Doktoratskomitees sollten möglichst zu Beginn der Promotion bestimmt werden. Das Doktoratskomitee muss jedoch spätestens 12 Monate nach Beginn des Doktorats benannt werden.


Wie wird das Doktoratskomitee bestimmt und eingesetzt?

Die Mitglieder des Doktoratskomitees werden im Deckblatt der Doktoratsvereinbarung [PDF] eingetragen. Die Doktoratsvereinbarung wird vom Erstbetreuenden und Doktorierenden gemeinsam unterzeichnet. Eine Kopie der Doktoratsvereinbarung muss an die Studienadministration des Dekanats gesendet werden (per Post oder Email an Hildegard.Raeuber@unibas.ch). Wird das Doktoratskomitee noch nicht im ersten Semester, wenn die Doktoratsvereinbarung unterzeichnet werden muss, benannt, muss das Doktoratskomitee spätestens Ende des zweiten Semesters festgelegt werden und eine Kopie des aktualisierten Deckblattes der Doktoratsvereinbarung an die Studienadministration des Dekanats gesendet werden.


Wer kann Betreuungsperson im Doktoratskomitee sein?

Eine Erstbetreuung können alle Professorinnen und Professoren, die der Gruppierung I der Phil.-Hist. Fakultät der Universität Basel angehören, übernehmen. Mitglieder der Gruppierung II (Assistenzprofessorinnen und -professoren ohne Tenure Track, promovierte Titularprofessorinnen und -professoren sowie an der Fakultät habilitierte Privatdozentinnen und Privatdozenten) können eine Erstbetreuung übernehmen unter der Voraussetzung, dass eine Professorin oder ein Professor aus Gruppierung I der Phil.-Hist. Fakultät als Zweitbetreuer fungiert. In diesem Fall muss bereits bei der Beantragung der Zulassung zum Doktorat im Antrag der Erstbetreuungsperson um Betreuungsübernahme eine Zweitbetreuerin bzw. ein Zweitbetreuer aus Gruppierung I der Phil.-Hist. Fakultät benannt werden. Auf Antrag (die Doktoratsvereinbarung reicht in diesem Fall aus) an den Promotionsausschuss können promovierte Titularprofessorinnen und Titularprofessoren der Phil. Hist. Fakultät sowie Mitglieder der Gruppierung I einer anderen Fakultät der Universität Basel den Mitgliedern der Gruppierung I der Phil. Hist. Fakultät in Belangen des Doktoratskomitees gleichgestellt werden.

Die Zweitbetreuung können alle oben genannten Fakultätsmitglieder der Gruppierungen I und II übernehmen. Der Promotionsausschuss kann auf Antrag (die Doktoratsvereinbarung reicht in diesem Fall aus) auch eine Zweitbetreuungsperson ausserhalb der Fakultät oder ausserhalb der Universität Basel zulassen (s. u.: Kann der Zweitbetreuer einer anderen Fakultät / Universität angehören?)

Auf Antrag des bzw. der Doktorierenden an den Promotionsausschuss kann das Doktoratskomitee um eine dritte Betreuungsperson erweitert werden. Im Rahmen einer Dreierbetreuung kann entweder die Zweit- oder die Drittbetreuungsperson über kein Promotionsrecht verfügen, dafür muss diese Person aber eine Anbindung an eine Hochschule nachweisen oder aber über eine hohe fachliche Kompetenz im Promotionsthema verfügen. Dazu muss ein formloser Antrag in Briefform an den Promotionsausschuss gestellt werden mit Begründung der Wahl und Angaben zu Position, institutioneller Anbindung und Adresse (Postanschrift, E-Mail-Adresse) der gewünschten Betreuungsperson. Der Antrag muss von der Erstbetreuungsperson unterstützt werden. Über die Genehmigung eines Dreierkomitees entscheidet der Promotionsausschuss.


Kann der Zweitbetreuer einer anderen Fakultät / Universität angehören?

Ja, externe Zweitbetreuungspersonen müssen eine vergleichbare Qualifikation und Anstellung besitzen wie interne Zweitbetreuungspersonen und an ihrer Heiminstitution das Promotionsrecht besitzen. In der Doktoratsvereinbarung sind die vollständigen Kontaktdaten der beantragten externen Zweitbetreuungsperson an (universitäre Anbindung, Postanschrift, E-Mail-Adresse) anzugeben. 


Wie lange darf ein/e emeritierte/r oder wegberufene/r Betreuer/in Dissertationen betreuen? 

Emeritierte oder wegberufene Professorinnen und Professoren können nach ihrem Ausscheiden aus der Universität keine neuen Promotionsbetreuungen mehr übernehmen. Ihr Betreuungsrecht endet nach drei Jahren.

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Doktoratsvereinbarung und Individueller Studienplan

Was ist eine Doktoratsvereinbarung und wozu dient sie?

Die Doktoratsvereinbarung ist ein Arbeits- und Orientierungsinstrument für die optimale Ausgestaltung und Begleitung einer Promotion. 


Wann muss die Doktoratsvereinbarung abgeschlossen werden?

Die Doktoratsvereinbarung [PDF] muss im ersten Semester der Promotion zwischen der/dem Doktorierenden und der Erstbetreuungsperson bzw. dem Doktoratskomitee abgeschlossen werden (§ 12). Das Original verbleibt bei der/dem Doktorierenden, eine Kopie ist in der Studienadministration des Dekanats (per Post oder Email an Hildegard.Raeuber@unibas.ch) zu hinterlegen. Eine Kopie sollte zudem bei der/dem Erstbetreuer/in aufbewahrt werden. Falls das Doktoratskomitee nicht im Laufe des ersten Semesters benannt wird, muss es spätestens 12 Monate nach Beginn des Doktorats bestimmt werden. Eine Kopie des entsprechend aktualisierten Deckblattes ist in der Studienadministration des Dekanats (per Post oder Email an Hildegard.Raeuber@unibas.ch) zu hinterlegen.

Die Doktoratsvereinbarung sollte mindestens einmal pro Jahr im Rahmen eines Besprechungstermins aktualisiert werden. Die Aktualisierungen des „Individuellen Studienplans“, der Besprechungsübersicht und der Besprechungsblätter werden nicht bei der Studienadministration hinterlegt. Bei der Anmeldung zum Doktoratsexamen ist die jeweils letzte unterzeichnete Fassung der Doktoratsvereinbarung im Original vorzulegen (zusammen mit allen weiteren erforderlichen Unterlagen gemäss § 14).


Welche Teile der Doktoratsvereinbarung müssen in der Studienadministration des Dekanats abgegeben werden?

Bitte reichen Sie in der Studienadministration des Dekanats zu Beginn Ihres Studiums, spätestens jedoch nach Ende des ersten Semesters, eine von Ihnen und Ihrer Erstbetreuungsperson unterschriebene Kopie des Deckblattes (Vorder- und Rückseite) Ihrer Doktoratsvereinbarung ein (per Post oder Email an Hildegard.Raeuber@unibas.ch).

Bei der Anmeldung zur Promotionsprüfung ist eine Kopie des Deckblattes, der Übersicht der Besprechungstermine und des Individuellen Studienplans einzureichen sowie im Original vorzulegen. Die Besprechungsblätter verbleiben bei Ihnen.


Wie wird der „Individuelle Studienplan“ ausgefüllt?

Der „Individuellen Studienplan“ wird im ersten Semester, wenn die Doktoratsvereinbarung abgeschlossen wird, mit der Erstbetreuungsperson besprochen. Zu diesem Zeitpunkt werden alle zu erbringenden Studienleistungen eingetragen, die bereits verpflichtend festgelegt werden können. Die Einzelleistungen werden von der Betreuungsperson aber erst unterschriftlich testiert, wenn die Leistung erbracht ist. 

Alle weiteren im Laufe der Doktoratsausbildung erbrachten Leistungen werden sukzessiv ergänzt und nach erfolgreicher Absolvierung von der Betreuungsperson unterschriftlich testiert (s. u. "Erwerb von Kreditpunkten"). 

Die Erstbetreuerin bzw. der Erstbetreuer bestätigt das vollständig absolvierte Bildungsangebot für die Anmeldung zum Doktoratsexamen. Der vollständig ausgefüllte „Individuelle Studienplan“ muss bei der Anmeldung zum Doktorexamen im Original in der Studienadministration des Dekanats vorgelegt werden.


Kann eine Doktoratsvereinbarung geändert werden?

Ja, die Doktoratsvereinbarung kann während der Promotionszeit an veränderte Umstände angepasst werden. Änderungen der im Deckblatt der Doktoratsvereinbarung festgelegten Rahmenbedingungen müssen mittels eines formlosen Antrags beim Promotionsausschuss beantragt und durch diesen genehmigt werden. 

Im Konfliktfall können sich Doktorierende und Betreuende an den Promotionsausschuss der Fakultät wenden (siehe auch "Wie kann eine Doktoratsvereinbarung aufgelöst werden?").


Kann eine Doktoratsvereinbarung aufgelöst werden?

Ja, eine Auflösung der Doktoratsvereinbarung ist bei beiderseitigem Einverständnis bis zur Anmeldung zum Doktoratsexamen jederzeit möglich. In Konfliktfällen sowie bei Nichterfüllung bzw. ungenügender Erfüllung der vereinbarten Leistungen gemäss „Individuellem Studienplan“ und Gesprächsprotokollen haben beide Parteien die Möglichkeit, den Promotionsausschuss um Vermittlung zu bitten. Der Promotionsausschuss versucht nach Möglichkeit, eine für alle Parteien befriedigende Lösung zu finden. Wird die Vereinbarung von einer der beiden Parteien in wesentlichen Punkten nicht eingehalten ist eine sechsmonatige Frist zur Verbesserung einzuräumen. Tritt keine Verbesserung ein oder ist eine befriedigende Lösung nicht zu finden, haben beide Parteien die Möglichkeit, die Doktoratsvereinbarung aufzulösen.


Ist eine kumulative Dissertation möglich?

Gemäss § 8 Abs. 3 c) der Promotionsordnung der Phil.-Hist. Fakultät vom 2. März 2017 kann eine Dissertation als kumulative Arbeit vorgelegt werden. Vorausgesetzt ist die ausdrückliche Unterstützung des Antrags durch die Erstbetreuungsperson sowie eine Publikationsstrategie, die in Form eines Antrages z.H. des Promotionsausschusses eingereicht wird. Die Wahl der Form der kumulativen Dissertation wird nach Genehmigung durch den Promotionsausschuss in der Doktoratsvereinbarung festgehalten. Zu den Anforderungen an eine kumulative Dissertation beachten Sie bitte das entsprechende Merkblatt [PDF].

 

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Erwerb von Kreditpunkten

Wer muss Kreditpunkte erwerben?

Alle Doktorierende, die gemäss der neuen Promotionsordnung (vom 2. März 2017) promovieren, müssen Kreditpunkte erwerben. Doktorierende, die noch in der alten auslaufenden Promotionsordnung vom 19. Mai 1988 eingeschrieben sind, müssen keine Kreditpunkte erwerben.


Wie viele Kreditpunkte muss ich erwerben?

12 KP im individuellen Doktorat, 18 KP in einem Doktoratsprogramm. Falls bei der Zulassung Auflagen verfügt werden, müssen diese zusätzlich zu den 12 bzw. 18 KP erbracht werden. 


Welche Leistungen muss ich erbringen?

Die zu erbringenden Studienleistungen werden in einem „Individuellen Studienplan“, der Teil der Doktoratsvereinbarung ist, festgelegt. Das Bildungsangebot setzt sich zu 2/3 aus fachlich-methodischen Angeboten und zu max. 1/3 aus transversalen Kompetenzen zusammen (Empfehlung gemäss Merkblatt zur Doktoratsvereinbarung bzw. ist in den Studienplänen und Ausbildungsprogrammen der strukturierten Doktoratsausbildungen geregelt. 


Gibt es eine Mindestanzahl an KP, die in einem Semester erreicht werden müssen?

Nein, aber sie sollten idealerweise über die gesamte Laufzeit des Doktorats verteilt werden und nicht "am Stück" absolviert werden.


Wie kann ich Kreditpunkte erwerben?

Grundsätzlich gilt, dass der curriculare Teil im Umfang von mind. 12 KP im individuellen Doktorat bzw. mind. 18 KP in den Doktoratsprogrammen während der Doktoratsausbildung erbracht werden muss. Der Erwerb von Kreditpunkten für die Doktoratsstufe ist nur im Rahmen einer Einschreibung zum Doktorat an der Phil.-Hist. Fakultät der Universität Basel möglich. Leistungen aus dem Masterstudium können nicht ins Doktorat übertragen und angerechnet werden. Die Doppelverwendung von Leistungen für mehrere ordentliche Abschlüsse ist nicht möglich.

Veranstaltungen werden unter der Voraussetzung, dass sie über MOnA belegt worden sind (Belegpflicht), mit den entsprechenden im Vorlesungsverzeichnis ausgewiesen Kreditpunkten angerechnet. Die Leistungsüberprüfung erfolgt aufgrund der dort publizierten Kriterien und gemäss den Regeln der auf die jeweiligen Lehrveranstaltungen anwendbaren Ordnungen. Der Besuch von Lehrveranstaltungen, die nicht auf Doktoratsstufe angeboten werden, kann nur im Einverständnis mit einer Betreuungsperson des Doktoratskomitees angerechnet werden. Sie muss dies mit ihrer Unterschrift im Individuellen Studienplan bestätigen. 

Kreditpunkte können auch durch Leistungen ausserhalb des universitären Lehrangebots, die nicht über MOnA belegt werden können, erworben werden. Die Leistungen werden zwischen Doktorand/in und einer Betreuungsperson des Doktoratskomitees vereinbart und im Individuellen Studienplan festgehalten. Die Verbuchung der Kreditpunkte wird mit Hilfe eines elektronischen Learning Contracts vorgenommen (>Vorgehensweise siehe Anleitung Student Services/MOnA).

Bei der Vergabe von Kreditpunkten für nicht nach ECTS erbrachte Leistungen orientieren sich die Betreuer/innen an der Ordnung der Phil.-Hist. Fakultät der Universität Basel für das Masterstudium vom 16.2.2006 (§ 11 Absatz 3b bzw. neue MA-O). Als grundsätzlicher Richtwert gilt: 1 KP für 30 Stunden Arbeitsaufwand. 


Kann ich mir Vorleistungen aus dem MA-Studium anrechnen lassen?

Nein. Die erforderlichen KP müssen während der Doktoratsausbildung erworben werden.


Wie kann ich mir extern erbrachte Leistungen anrechnen lassen?

An anderen Hochschulen erworbene Kreditpunkte können angerechnet werden, sofern sie die erforderlichen Kriterien für ein Bildungsangebot auf Doktoratsstufe erfüllen. Der Besuch solcher Bildungsangebote kann nur im Einverständnis mit einer Betreuungsperson des Doktoratskomitees angerechnet werden. Sie muss die erfolgreiche Absolvierung mit ihrer Unterschrift im „Individuellen Studienplan“ bestätigen. Die/Der Doktorierende muss zudem einen Nachweis (Teilnahmebestätigung, Leitungsnachweis, Datenabschrift) vorlegen. Mind. 6 Kreditpunkte der gemäss PO § 9 geforderten Leistungen sind im Rahmen von Angeboten der Universität Basel zu erbringen.

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Doktoratsexamen

Wie melde ich mich zum Examen an? Was muss ich vorlegen? 

Informationen finden Sie auf dem Merkblatt zur Anmeldung zum Doktoratsexamen (PDF).


Wie viele Exemplare der Dissertation muss ich einreichen?

Sie müssen jeweils ein Exemplar bei jedem Ihrer Betreuer direkt einreichen. Ein weiteres Exemplar reichen Sie zusammen mit den Anmeldeunterlagen bei der Studienadministration ein. 


Gibt es Anmeldefristen für das Doktoratsexamen? 

Nein. 


Wie lange nach der Anmeldung dauert es, bis die Prüfung stattfinden kann?

Nach Abgabe der Dissertationsexemplare bei Ihren Betreuern haben diese maximal 4 Monate Zeit Ihre Arbeit anzunehmen. Danach sollte die Prüfung innerhalb von 2 Monaten stattfinden. Der Abschlussprozess sollte i.d.R. also nicht länger als ein halbes Jahr dauern.


Wie wird der Prüfungstermin festgelegt?

Nach Annahme der Arbeit durch den Erstbetreuenden verständigt sich der Erstbetreuende mit Ihnen und den weiteren Mitgliedern des Doktoratskomitees auf 2-3 mögliche Prüfungstermine. Diese teilt der Erstbetreuenden per E-Mail der Studienadministration, hildegard.raeuber@unibas.ch mit. Die E-Mail ist gleichzeitig die Annahmebestätigung der Arbeit und muss daher vom Erstbetreuenden direkt gesendet werden. An einem der genannten Termine wird die Prüfung i.d.R. stattfinden. Die Prüfungseinladung erhalten Sie durch die Studienadministration.


Wie verläuft das Doktoratsexamen, was wird geprüft? 

Das Doktoratsexamen besteht aus einer Verteidigung der Dissertation (Disputation) auf der Grundlage der vorab zu Kenntnis gebrachten Gutachten. 

Die Mitglieder des Doktoratskomitees erstellen je ein Gutachten zur Dissertation und reichen ihr Gutachten spätestens 15 Arbeitstage vor dem Examenstermin im Forschungsdekanat ein. Die Gutachten inklusive der Noten werden dann der Prüfungskandidatin bzw. dem Prüfungskandidaten spätestens 10 Arbeitstage vor der Prüfung bekannt gegeben. 

Das Doktoratsexamen beginnt mit einem ca. 15-minütigen Vortrag an den sich eine Diskussion anschliesst. Die Diskussion bzw. das Prüfungsgespräch kann sich von der Dissertation ausgehend über das weitere Fachgebiet erstrecken. 

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Festlegung der Noten

Mit welcher Note ist die Dissertation angenommen? 

Die Dissertation ist angenommen, wenn keine der Gutachternoten unter 4,0 liegt. 


Wie setzt sich die Gesamtnote der Promotion zusammen? 

Die Dissertation wird mit dem Durchschnitt der Noten aller Gutachter bewertet. Das Doktoratsexamen wird von den Prüfenden gemeinsam mit einer Note bewertet und ist bestanden, wenn mindestens die Note 4 erreicht wurde. 

Für das Gesamtprädikat zählt die Note des Doktoratsexamens einfach und die Note der Dissertation mit doppeltem Gewicht. 

Für eine bestandene Promotion werden folgende Prädikate vergeben: 

5,75–6,00 hervorragend (summa cum laude) 

5,25–5,74 sehr gut (insigni cum laude) 

4,75–5,24 gut (magna cum laude) 

4,25–4,74 befriedigend (cum laude) 

4,00–4,24 genügend (rite) 


Wann erhalte ich mein Promotionszeugnis?

Direkt im Anschluss an die Promotionsprüfung erhalten Sie eine vorläufige Promotionsbestätigung. Sie bestätigt das erfolgreiche Bestehen der Prüfung und enthält Angaben zum Promotionsfach, Prädikat und Titel der Dissertation.

Das Promotionszeugnis inkl. Diploma Supplement in Deutsch/Englisch wird an der nächsten Diplomfeier überreicht (für Abschlüsse zwischen 01.02. und 31.07. an der Diplomfeier im darauffolgenden September, für Abschlüssen zwischen 01.08. und 31.01. an der Diplomfeier im darauffolgenden März).

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Publikation der Dissertation und Aushändigung der Urkunde

Muss die Dissertation publiziert werden? 

Ja, damit die Promotion rechtsgültig ist, muss die Dissertation innerhalb von drei Jahren publiziert werden. 


Innerhalb welcher Frist muss die Dissertation publiziert werden? 

Doktorierende sind verpflichtet, ihre Dissertation innerhalb von drei Jahren nach dem Doktoratsexamen in der in den Publikationsbestimmungen [ D [PDF (179 KB)] / E [PDF (189 KB)] ] festgelegten Form abzuliefern.


In welcher Form muss ich die Dissertation publizieren? 

Die Pflichtexemplare der Dissertation sind in der in den Publikationsbestimmungen [ D [PDF (179 KB)] / E [PDF (189 KB)] ] festgelegten Form abzuliefern. Bitte beachten Sie dazu auch die Druck- und Bindevorschriften der Universitätsbibliothek (LINK).


Was geschieht nach der Abgabe der Pflichtexemplare?

Die Abgabe der Pflichtexemplare wird der Studienadministration direkt von der Bibliotheksverwaltung mitgeteilt. Die Studienadministration schreibt daraufhin Ihren Erstbetreuenden an und erfragt um Genehmigung zur Ausstellung des Doktordiploms. Erteilt der Erstbetreuende diese Genehmigung, d.h. er ist mit der Endfassung Ihrer Dissertation einverstanden, kann das Doktordiplom ausgestellt werden. Es wird Ihnen per Einschreiben zugestellt. Dieser Prozess dauert ca. 4-6 Wochen.


Wo kann ich einen Zuschuss für die Druckkosten beantragen?

Über den Max Geldner-Dissertationenfonds der Phil.-Hist. Fakultät können Beiträge an die Druckkosten von Dissertationen im Phil.-Hist. Bereich gewährt werden. Zusprachen erfolgen durch die entsprechende Fakultätskommission jeweils im Februar und September (LINK: Merkblatt). Das Antragsformular finden Sie hier (PDF). Bitte beachten Sie zudem die Liste der Stiftungen und Fonds [LINK], die Zuschüsse für Druckkosten sprechen. Bitte informieren Sie sich vorab, ob Sie für eine Förderung in Frage kommen. 


Wann erhalte ich die Promotionsurkunde?

Die Urkunde wird erst nach Abgabe der Pflichtexemplare (siehe Publikationsbestimmungen [LINK]) ausgehändigt. Vorher darf der Doktortitel nur in der Form „Dr. phil. des.“ (Doktor philosophiae designatus) geführt werden. 


Wann ist die Promotion rechtskräftig?

Die Promotionsurkunde berechtigt zum Führen des akademischen Titels „Dr. phil.“, in englischer Übersetzung „PhD“. Die Promotion wird durch die Publikation im Kantonsblatt Basel-Stadt bekannt gemacht.

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