Die Geschichte der Verbreitung und Entwicklung des Spanischen hin zu einer der meist gesprochenen Sprachen der Welt ist geprägt durch Grenzüberschreitungen und unterschiedliche Kulturkontakte – man denke nur an die fünf Jahrhunderte muslimischer Präsenz auf der Iberischen Halbinsel, die Kolonialisierung Amerikas und die unzähligen Migrationsbewegungen in der Gegenwart. Entsprechend vielseitig gestaltet sich das Studium der Hispanistik. Im sprachwissenschaftlichen Teil werden die geografischen, sozialen und stilistischen Varietäten der Weltsprache Spanisch (in Europa, Amerika, Afrika und Asien), der Sprachgebrauch in verschiedenen Kommunikationskontexten und die Entwicklung der Sprache von der Spätantike bis heute betrachtet. Zusätzlich zur Varietätenlinguistik sind soziolinguistische, sprachpolitische und sprachideologische Fragestellungen von zentraler Bedeutung. In der Literaturwissenschaft liegt das Hauptgewicht auf der Kultur der Iberischen Halbinsel vom Mittelalter bis zur Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung der Frühmoderne (16. und 17. Jahrhundert), sowie der hispano-amerikanischen Literatur. Die Beschäftigung mit der Literatur umfasst dabei auch ihre kulturellen, sozialen, historischen und politischen Kontexte. Da das Studium der Hispanistik an der Uni Basel kulturhistorisch und sprachübergreifend ausgerichtet ist, bietet es zusätzlich auch Einblicke in die anderen romanischen Sprachen der Iberischen Halbinsel und in die in diesen Sprachen verfassten Literaturen (Katalanisch, Portugiesisch, Galicisch). Wesentlicher Bestandteil des Studiums ist ausserdem die Perfektionierung der Sprachkompetenz in Spanisch.

Schwerpunkte der Lehre und Forschung

Die Sprachwissenschaft Hispanistik bietet Einblicke in folgende Lehr- und Forschungsschwerpunkte: Kontakte des Spanischen mit anderen Sprachen in Geschichte und Gegenwart, Spanisch als globale Sprache, Spanisch in Afrika, Diasporasprachen (insbesondere Judenspanisch), System und Variation, Sprache und Medien, Sprache und Migration, Sprachhaltungen, Sprachpolitik und Sprachideologien.

In der Literaturwissenschaft Hispanistik gehören folgende Themen zu den Lehr- und Forschungsschwerpunkten: Iberische Literatur mit besonderem Gewicht auf Renaissance und Humanismus, Dissens- und Exilkulturen, kulturelle Analyse und Literatur in Zusammenspiel mit Medien und anderen Künsten.

Das Modul Sprache dient der Perfektionierung von mündlichen, schriftlichen, rhetorischen und stilistischen Fähigkeiten, mit speziellem Blick auf den akademischen Sprachgebrauch. Von insgesamt 6 angebotenen Kursen müssen mindestens 4 belegt werden.

Der Unterricht findet hauptsächlich auf Spanisch statt, Prüfungssprache ist Spanisch.

Studienaufbau

Der Bachelor ist der erste Studienabschluss vor dem Master. Er umfasst insgesamt 180 Kreditpunkte (KP). Das Studienfach Hispanistik wird als eines von zwei Studienfächern zu je 75 Kreditpunkte studiert. Hinzu kommt der freie Wahlbereich (30 KP). Ein Kreditpunkt (KP) ECTS entspricht ungefähr 30 Arbeitsstunden.

Bachelor of Arts (180 KP)
Hispanistik
75 KP
Fach aus Phil.-Hist. Fakultät
oder ausserfakultär
75 KP
Freier Wahlbereich
30 KP
Zwei Studienfächer

Fächerkombination

Als zweites Bachelorfach kommt neben den Fächern der Philosophisch-Historischen Fakultät auch ein ausserfakultäres Studienfach in Frage.

Der freie Wahlbereich besteht aus frei wählbaren Lehrveranstaltungen, die zur Vertiefung in den Studienfächern, zum Einblick in andere von der Universität Basel angebotene Studienfächer oder zum Erwerb von Fremdsprachen einsetzbar sind.

Der Studienbeginn in diesem Bachelorstudienfach ist ausschliesslich im Herbstsemester möglich.

Zulassungsbedingungen Bachelor

Für die Zulassung zu einem Bachelorstudium an der Philosophisch-Historischen Fakultät ist das Studiensekretariat der Universität Basel zuständig. Die Zulassung erfolgt gemäss den Zulassungsrichtlinien des Rektorates:

  • mit schweizerischem Vorbildungsausweis, 
  • mit ausländischen Vorbildungsausweis oder
  • als Gaststudent (kein Abschluss an der Universität Basel angestrebt)

    Die eidgenössische bzw. schweizerische Maturität erlaubt den Zugang zu allen Bachelorstudiengängen.

    Zu allen weiteren Fragen informieren Sie sich bitte hier.

    Einschreibedaten

    Die Anmeldung für das Bachelor- und Masterstudium – auch zu einem verspäteten Zeitpunkt – muss innerhalb festgelegter Anmeldefristen erfolgen.

    Infoveranstaltungen

    Die Universität Basel organisiert regelmässig Informationsanlässe für das Bachelor- und Masterstudium. Die Philosophisch-Historische Fakultät weist auf ihrer Veranstaltungsseite jeweils darauf hin. 
    Einige Fachbereiche bieten zusätzlich separate Informationsanlässe oder Begrüssungsveranstaltungen an. Bitte informieren Sie sich auf der Seite des entsprechenden Fachbereiches, wann und wo solche Veranstaltungen angeboten werden.

    Bachelor Prüfung & Abschluss

    Zur Bachelorprüfung können sich Studierende anmelden, die bereits 60 KP je Studienfach erbracht und die für den Abschluss zählenden Seminararbeiten absolviert haben. Der Nachweis erfolgt durch Vorlegen der Modulzuordnung oder des automatischen Bewertungsmails.

    FS 2019 HS 2019 FS 2020 HS 2020
    Anmeldeformulare (Studienfach / Studiengang) verfügbar ab 01.02.19 02.09.19 03.02.20 01.09.20
    Anmeldezeitraum 12.03. - 28.03.19 01.10. - 17.10.19 10.03. - 26.03.20 29.09. - 15.10.20
    Schriftliche Prüfungen 18.05. & 25.05.19 07.12. & 14.12.19 09.05. & 16.05.20 05.12. & 12.12.20
    Notenmitteilungen 05.07.19 24.01.20 03.07.20 22.01.21
    Prüfungseinsicht und Antrag auf Abschluss 06.08. - 22.08.19 28.01. - 13.02.20 04.08. - 20.08.20 Datum folgt
    Diplomfeier 19.10.19 25.04.20 10.10.20 Datum folgt

    Unter Vorbehalt nachträglicher Änderungen.

    Weiterführende Masterstudien

    Lehrdiplom

    Wer diesen Abschluss erwirbt und sich für den Lehrberuf interessiert, hat die Möglichkeit, das Lehrdiplom für die Sekundarstufe I oder Sekundarstufe II zu erwerben. Bitte informieren Sie sich über Einzelheiten und die geltenden Regelungen zur Erlangung des Lehrdiploms an einer dafür zuständigen Pädagogischen Hochschule, z.B. der Pädagogischen Hochschule FHNW oder bei der Schweizerischen Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren.

    Studienfachberatung

      Unterrichtskommission